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Götzis. Am 13.4.2016 wurde im Rahmen einer offiziellen Feier der Grundstein für die neue Zentrale der Loacker Gruppe in Götzis gelegt. Zuvor gab es ein Resümee zum vergangenen Geschäftsjahr: 2015 erzielte die internationale, familiengeführte Loacker Gruppe einen Gesamtumsatz von rund 578 Millionen Euro. Den rückläufigen Umsatz führt das Familienunternehmen auf die Überkapazitäten in der Branche und die fallenden Preise zurück. Relevant sind für Loacker allerdings die verarbeitenden Mengen – und diese sind beinahe konstant: 2014 verarbeitete Loacker in der Gruppe rund 1,4 Millionen Tonnen, 2015 1,35 Millionen Tonnen. Mit einer Steigerung der Eigenkapitalquote konnte die Gruppe zudem ihre Position für die Zukunft stärken.

Grundsteinlegung für die Betriebsentwicklung und guter Geschäftsverlauf 2015 in schwierigem Marktumfeld.

Loacker Recycling mit Stammsitz in Götzis erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 578 Millionen Euro und zählt mit Platz 8 zu den Top Ten-Unternehmen in Vorarlberg. Der Umsatz reduzierte sich um rund 32 Prozent (Umsatz 2014: 852 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr. „Die aktuellen Umsatzzahlen sind unter anderem auf die massiven Preiseinbrüche bei Eisen- und Nicht-Eisenmetallen zurückzuführen. Die Preise sinken seit Mitte 2015 kontinuierlich, was allerdings keinen direkten Einfluss auf die verarbeiteten Mengen hat – sie sind in etwa gleich geblieben. Und das ist für uns das relevante Maß: 1,35 Millionen Tonnen haben wir 2015 in unserer Gruppe verarbeitetet – 2014 waren es nur geringfügig mehr, nämlich 1,4 Millionen Tonnen“, erklärt Karl Loacker, Geschäftsführer von Loacker Recycling, und fügt hinzu: „Allgemein leidet die Recycling-Branche unter den Überkapazitäten, die in den Jahren vor der Wirtschaftskrise aufgrund guter Verdienstaussichten aufgebaut wurden. Der daraus entstandene intensive Wettbewerb um die anfallenden Schrotte und Metalle drückt die Gewinnmargen auf ein sehr niedriges Niveau.“ Dass sich Loacker Recycling trotz des aktuell schwierigen Marktumfelds wirtschaftlich gut entwickelt, begründet Karl Loacker folgendermaßen: „Wir haben schon in den guten Jahren wesentliche Schritte für eine konzernweite Optimierung unserer Prozesse eingeleitet. Außerdem achten wir bei unserem Wachstum stets auf die richtige Balance zwischen den Erfolgsaussichten, den Risiken und den eigenen Möglichkeiten. Sichtbar wird dies zum Beispiel in unserer komfortablen Eigenkapitalquote – wir konnten diese von 42 Prozent 2014 auf 48 Prozent 2015 verbessern. Auch die Tatsache, dass wir hier am Wirtschaftsstandort Vorarlberg weiteres Personal zur Stärkung unserer Zentralfunktionen einstellen konnten und nach wie vor tun, freut mich sehr.“

Unternehmensentwicklung geht voran
In Götzis legten die Verantwortlichen am 13.4.2016 im Rahmen einer offiziellen Feier den Grundstein für die neue Zentrale der Loacker Gruppe, bei der, neben Karl Loacker, auch der Bürgermeister von Götzis, Christian Loacker, sowie Manfred Rein, der Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Ansprachen hielten. Seit 2015 sind das neue Verwaltungsgebäude, die künftige Konzernzentrale der Recycling-Gruppe in Götzis, in der Platz für bis zu 140 Mitarbeiter/innen sein wird, und das neue Betriebsgebäude mit integrierter Werkstatt in Bau. Rund 25 Millionen Euro werden in die Zukunft des Familienunternehmens investiert. „Wir sind dabei, vor allem unsere kürzlich erworbenen Unternehmen unseren Qualitätsvorstellungen entsprechend einzugliedern, die Recycling-Gruppe intern laufend zu optimieren und einheitliche Strukturen zu schaffen. Die baulichen Veränderungen sind ein wichtiger Bestandteil der internationalen Unternehmensentwicklung. Hier sind wir auf dem richtigen Weg“, unterstreicht Karl Loacker. „Damit erhalten die Geschäftsleitung und die zentralen Expertenteams einen gemeinsamen Arbeitsraum, in dem in kommunikativer und kreativer Atmosphäre die Unternehmensentwicklung weiter vorangetrieben werden kann.“ Die Fertigstellung der ersten neuen Gebäude ist für 2017 geplant, der Endausbau der gesamten Betriebsentwicklung soll bis 2019 abgeschlossen sein. In Asien eröffnete Loacker Recycling vergangenes Jahr eine eigene Betriebsstätte: Das Büro in Singapur ist auf den Handel mit sekundären Wertstoffen spezialisiert.

Meilensteine 2015
Zu den wichtigsten Ereignissen des vergangenen Jahres zählen für Loacker Recycling der Start der seit 2010 geplanten Betriebsentwicklung – mit ihr der Ausbau der Konzern-Zentrale in Götzis, die Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001, die Gründung einer eigenen Betriebsstätte in Asien sowie die Auszeichnung einer innovativen Schlammtrocknungsanlage bei der österreichischen klima:aktiv Fachtagung in Wien. „2016 blicken wir stolz auf 130 Jahre Loacker Recycling zurück. Dieses beachtliche Firmenjubiläum werden wir, gemeinsam mit der Eröffnung der neue Konzernzentrale, 2017 gebührend feiern“, so Karl Loacker.

Energieeffizienz im Fokus
Mit der Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 Mitte Februar 2015 setzte Loacker Recycling eine wichtige Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz: Ziel ist es, durch die Senkung des Verbrauchs im Betrieb Götzis nicht nur die künftig zu erwartenden gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten – was sich auch in der ökologischen Bauweise der neuen Gebäude in Götzis widerspiegelt. Die klima:aktiv-Auszeichnung setzt ebenso neue Maßstäbe: Mit der Schlammtrocknungsanlage wird der Energieverbrauch bei der Trocknung von Galvanikschlämmen, die Loacker Recycling zur Aufbereitung bekommt, massiv gesenkt.

Ausblick 2016
Auch für das Jahr 2016 rechnet Loacker Recycling mit anspruchsvollen Marktbedingungen, denen das Unternehmen mit Optimierung und Professionalisierung auf allen Ebenen begegnen will: „Unser Ziel ist es, mit der Unterstützung innovativer Technologien exzellente und effiziente Prozesse zu implementieren. Wir werden so in Zukunft die Anforderungen unserer Geschäftspartner noch schneller und besser bedienen sowie gleichzeitig Synergien innerhalb der Gruppe nutzen und unsere Kostenposition verbessern. Mit konsequenter Kundenorientierung und Kosteneffizienz werden wir auch in einem schwierigen Marktumfeld weiter erfolgreich sein und unsere Marktposition stärken. Mit einer weiteren Festigung unserer Position als Komplettentsorgungsunternehmen und einem klaren Bekenntnis zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Zukunftsfähigkeit werden wir am eingeschlagenen Weg festhalten und wollen diese Ziele mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem erfahrenen Managementteam erreichen“, fasst Karl Loacker abschließend zusammen.

Bildquelle: Alexandra Serra Pressefotografin, Veröffentlichung honorarfrei.