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Aus den Standorten - Eggenberger
Millioneninvestition in Recyclinghalle.
Foto: Elma Korac
Eggenberger Recycling verlässt Grabs und investiert in Buchs rund 11 Millionen Franken in einen Neubau. Das Unternehmen will in Buchs weiter wachsen und sich für die Herausforderungen im Geschäft mit Altstoffen fit trimmen.
Buchs. – Nach fast einem Jahrhundert zieht es Eggenberger Recycling weg von Grabs. Im Buchser Industriegebiet hat das 1915 gegründete Unternehmen eine neue Heimat gefunden, wo es Ende dieses Jahres in einen Neubau umziehen will. «Einen besseren Standort hätten wir nicht finden können», sagt Geschäftsführer Sascha Quaderer. Als Vorzüge nennt er die nahe Autobahn, die bloss 300 Meter entfernte Kehrrichtverbrennung und den Anschluss an den Bahnhof. Für den Bau der Anschlussgleise in der Halle, wo bis vier Bahnwagen Platz finden werden, wird Eggenberger Recycling vom Bundesamt für Verkehr subventioniert. Vorausgesetzt wird, dass die Firma jährlich mindestens 7500 Tonnen Material per Bahn verfrachtet – rund drei Mal mehr als bisher. «So können wir unseren Teil zu einer umweltfreundlichen Entsorgung und zu einer Entlastung der Strasseninfrastruktur beitragen», sagt Quaderer. Ausserdem soll der Anschluss an den Grenzbahnhof das Geschäft mit Kunststoffen und Glas ankurbeln.
10 000 m² grosse Recyclinghalle
Über 11 Millionen Franken lässt sich Eggenberger Recycling die neue Betriebsstätte kosten – annähernd so viel wie die Firma im Jahr 2010 umgesetzt hat (12,7 Millionen). Auf dem riesigen Areal an der Fuchsbüchelstrasse entsteht eine überdachte Sortierhalle mit einer Grundfläche von 10 000 Quadratmetern, wodurch die Wertstoffe vom Wetter, aber auch Anrainer von Lärm und Gestank bei der Wiederaufbereitung geschützt sind. Das Dach wird zudem so konstruiert, dass zu einem späteren Zeitpunkt auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmeter eine Fotovoltaik-Anlage gebaut werden kann. In einem benachbarten Gebäude werden Waagehaus und Büros integriert.
Mit einer Investition in die morderne Betriebsstätte will sich Eggenberger Recycling für eine erfolgreiche Zukunft aufstellen. Ob das Geschäft rund läuft, hängt aber vor allem von der allgemeinen Wirtschaftslage ab. «Die Industrie ist ein wichtiger Kunde», sagt Quaderer. Als Ende 2008 die Finanzkrise auf die Realwirtschaft durchdrückte, musste auch Eggenberger Recycling unten durch. «Wir haben die Krise deutlich zu spüren bekommen», sagt Quaderer, satte 40 Prozent habe der Mengeneinbruch betragen. Momentan sind die Auftragsbücher der Industriebetriebe jedoch gut gefüllt, dementsprechend fällt auch viel wertvoller Schrott an.
Geschäft verlagert sich nach Asien
Die Globalisierung hat sich nicht zuletzt auch stark auf das Geschäft mit Altstoffen ausgewirkt. Dies zeigt, wohin ein wesentlicher Teil der wertvollen Abfälle verfrachtet wird. Rund ein Drittel der Kupferreste wird mittlerweile in China wiederverwertet. Generell sei die Nachfrage aus dem asiatischen Raum gross, sagt Quaderer. Wenn ein Kunde in Vaduz Aluschrott in einer Mulde entsorgt, sei es gut möglich, dass dieser später in Indien lande und dort eingeschmolzen werde.
Wertvolle Partnerschaft geschlossen
Mit dem Schulterschluss mit Loacker Recycling aus Götzis vor drei Jahren hat sich die traditionsreiche Firma für die veränderten Anforderungen des Marktes gerüstet. Die europaweite Präsenz des Vorarlberger Unternehmens stärke Eggenberger Recycling insbesondere im Verkauf der Recyclinggüter, sagt Quaderer. Dank eines eigenen Verkaufsbüros in Berlin für den aufstrebenden asiatischen Markt ist das Unternehmen damit international gut vernetzt. «So können wir uns an die voranschreitende Verlagerung der internationalen Stoffströme in den Fernen Osten anpassen.» Rund 34000 Tonnen Altstoffe hat Eggenberger Recycling im vergangenen Jahr verladen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter. Quaderer schliesst nicht aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere dazukommen könnten. «In den vergangenen Jahren sind wir, mit Ausnahme der Wirtschaftskrise, stetig gewachsen. Ich hoffe, dieser Trend hält an.»
Quelle: Wirtschaft Regional
Visualisierte_Bahnzufahrt.pdf(252 KB)
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